Lederpolstermöbel werden Luxus
Ich hatte es geahnt und bereits im MT-Newsletter Ausgabe #6 über Lederpolstermöbel reflektiert. Aber es kommt schneller, als ich dachte. Denn nun tut die Maul- und Klauenseuche (MKS) ihr übriges.
Schon jetzt stehen den Gerbern nur noch halb so viele Rinderhäute zur Verfügung wie vor einem halben Jahr. Und es werden immer weniger.
Einige Spezialisten für Lederpolstermöbel, wie Koinor Polstermöbel, Michelau, und Wilca-Wagner Polstermöbel, Weidhausen, haben noch volle Lederlager und auch kräftige Zulieferer in Italien. Das ist alles aber nur Übergang ins Nichts.
Weiterdenkende, pfiffig optimistische Hersteller und Händler begreifen die Situation bereits als Chance: Wenn Leder Luxus wird, wird es zwar teuer, aber für gewisse Kundenkreise auch begehrenswerter. Eine einfache Profitrechnung schwirrt deshalb bereits in den Köpfen:
Wenn bisher 1.000 Ledergarnituren einen Gewinn von 1 Mio. € brachten, werden künftig 500 Ledergarnituren mit einem Luxusgewinnaufschlag 1,5 Mio. € Rendite einfahren. Manche Lederpolstermöbel-Hersteller und -Händler dagegen gleiten bereits ab ins Naive. Ich hörte sie auch etwas über die Euroumstellung sagen. Bei dieser Gelegenheit nach oben abrunden, hieß es da.
TV-Möbelexperte Heinz G. Günther warnt:
"90,6% aller Möbelkäufer:innen zahlen zu viel, weil Sie diese 9 Tricks der Händler nicht kennen." Mehr erfahren...